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HB9D Helvetia Contest 2017
Ueli HB9TTI  (Contest Bilder: siehe Bilder Galerie)

Einige vom Club können sich noch gut daran erinnern beim H26 Contest auf der Forch die Station aufzubauen und später am Abend noch beim Fondue zusammen zu sitzen und Geschichten auszutauschen. In den Jahren seither haben die Mitglieder gealtert und der Elan hat abgeflaut.

Einige Jahre sind verflossen und neue Mitglieder sind dem Club beigetreten. Neue Beziehungen sind entstanden. Aus den Reihen des Club Zürichsee wurde der Wunsch geäussert dieses Jahr wieder am Helvetia Contest teilzunehmen. Dies nicht unbedingt um sich in der Rangierung zu profilieren, sondern um die Clubaktivität anzukurbeln und das Interesse auszuloten. Als Attraktion beschloss der Vorstand einen HEXbeam anzuschaffen und HB9DC ermöglichte, dass wir uns an diesem Wochenende auf dem Etzel ausbreiten- und die Gastfreundschaft in Anspruch nehmen konnten.

So fuhren Nick HB9DRX und ich (Ueli HB9TTI) zu WiMo und besorgten Mast und Antenne. Daraufhin, an einem sonnigen Tag, steckten wir bei Ernst HB9IRI die Antenne das erste Mal zusammen und fädelten die Drähte in die richtigen Halterungen.

Zur Erinnerung, der HEXbeam ist ein Dipol mit Reflektor. Die Drähte sind in M-Form beim Dipol und U-Form beim Reflektor auf einem sechsarmigen (hexagonalen), spinnenförmigen Gestell montiert. Im Ganzen sind fünf Dipole konzentrisch vorhanden ( 20, 17, 15, 12, 10 Meter). Ganz innen ist noch Platz für 6m. Um die ganze Einrichtung stabil zu machen sind die Radialstäbe nach Oben durchgebogen. Es sieht also aus wie ein umgekehrter Regenschirm. Gelegentlich wurden wir auch gefragt ob es sich um einen Parabolspiegel handelt.

HEX-Beam
Nach der zufriedenstellenden Montage verabredeten wir uns, Nick, Ernst und ich, am Sechseläuten Montag und fuhren auf den Etzel. Es war ein prächtiger Frühlingstag. Innerhalb einer Stunde hatten wir den Beam zusammengebaut und auf dem ausziehbaren Masten platziert. Um die einzelnen Elemente des Mastes unter der Belastung auszuziehen, anzuheben, mussten wir uns an Archimedes wenden und experimentierten mit Seil und Flaschenzug. Schliesslich hatten wir ein System und einigten uns auch in der Anwendung.

Nick HB9DRX konnte es nicht erwarten und machte erste Versuche mit dem K3. Die Resultate waren aufregend. Von Skandinavien nach Griechenland und der arabischen Halbinsel kamen 59. Als wir dann noch die Antenne in die richtige Richtung drehten erhielten wir grandiose Rapporte. Wir konnten zufrieden sein mit den Vorbereitungen. So nahmen wir den Beam vom Masten und befestigten ihn an der Hausfassade in der Hoffnung, dass ihm bis am nächsten Samstag nichts geschehe.

Fünf Tage später. Es war Samstag. Um 1500 Uhr würde der Contest beginnen. Am Morgen trafen wir uns auf dem Büel Parkplatz unterhalb dem Etzel. Wir waren zu fünft und hatten gerade Platz in einem Auto um mit einer Spezialbewilligung die Fahrt auf den Etzel in Angriff zu nehmen. In den Tagen zuvor war es kalt geworden und etwas Schnee bedeckte die Landschaft. Wie sieht es wohl aus auf dem Weg zum Kulm?

Bereits waren einige Frühaufsteher zu Fuss unterwegs. Der erste Km war kein Problem denn der Weg führte über die offene Wiese. Die Sonne hatte ihr Werk bereits getan. Mit Beginn des Waldes jedoch wurde es rutschig. Reifenspuren zeigten, dass schon jemand nach Oben gefahren war. Als wir schliesslich zum Bunker kamen, dem Beginn des steilen Stückes, endete die Reifenspur und ein schmaler Trampelweg im Schnee führte den Stutz hinauf. Mit Schwung versuchten wir die Herausforderung zu überwinden. Der Schnee war jedoch zu schwer um zusätzlich zur extremen Steigung noch niedergewalzt zu werden. Also blieb uns nichts Anderes übrig als zu Fuss mit ein paar Ausrüstungsstücken unter dem Arm die letzte Etappe zu bewältigen. Im Gänsemarsch erreichten wir Etzel Kulm. Die Wirtin hatte bereits den Betrieb aufgenommen so, dass wir uns mit Kaffee und Gipfeli auf die Arbeit im Schnee vorbereiten konnten.
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